Lipödem in den Armen: Das kannst Du dagegen tun

Disclaimer: Die Inhalte dieses Blogs werden sorgfältig geprüft, aber dienen allgemeinen Lifestyle-Tipps und gesundheitlicher Unterstützung und ersetzen nicht den Besuch bei einem Arzt, Heilpraktiker oder Ökotrophologen. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden stets qualifiziertes Fachpersonal. Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigene Verantwortung. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden oder gesundheitliche Probleme durch die Anwendung der hier dargestellten Inhalte.

Es handelt sich beim Lipödem um eine Fettverteilungsstörung. Arme und Beine, aber auch die Hüften können davon betroffen sein. Wer an einem Lipödem an den Armen leidet, ist oft in seinem gesamten Alltag eingeschränkt. Durch die Verdickungen und die Schmerzen fallen Dir selbst einfache Aufgaben wie das Föhnen der Haare oder andere Bewegungen über Kopf zunehmend schwer. Außerdem ist die sichtbare Zunahme an Ober- und Unterarmen auch eine psychische Belastung. In diesem Beitrag findest Du alle wichtigen Informationen über das Lipödem an den Armen und was wirklich gegen die Beschwerden hilft. 

 

Das Lipödem kann am ganzen Körper auftreten

Das Lipödem ist eine Krankheit, die sich durch eine ungleichmäßige Fettverteilung auszeichnet. Oft werden damit die typischen Reiterhosen assoziiert, die durch die vermehrte Ansammlung von Unterhautfettgewebe entstehen. Allerdings kann das Lipödem am gesamten Körper auftreten. Betroffene leiden nicht nur unter breiter werdenden Beinen, sondern können auch Lipödem-Oberarme bekommen oder übermäßige Fettansammlungen am Unterarm.

Problematisch ist das Lipödem an den Armen nicht nur wegen der Schmerzen und der veränderten Körpermaße, sondern auch aufgrund der Bewegungseinschränkungen im Alltag. Alles, was Du über Kopf machen musst, bereitet Dir Probleme. Selbst einfache Aktivitäten wie das Heben oder Tragen fallen im Alltag schwer.

 

Lipödem-Arme erkennen: Das sind die wichtigsten Symptome

Die ersten Anzeichen für das Lipödem an den Armen bleiben oft lange unerkannt und werden zunächst als reine Gewichtszunahme interpretiert. Wenn die Arme aber trotz Ernährungsumstellung, Gewichtsabnahme und Sport nicht dünner werden, dann handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um ein Lipödem.

Lipödem an den Armen: Symptome richtig erkennen

  1. Asymmetrische Schwellung: Ein Anzeichen für Lipödem-Arme ist eine ungleichmäßige Schwellung im Bereich der Oberarme, der Unterarme und sogar der Hände. Die Arme wirken optisch ungleichmäßig und wenig proportional.
  2. Knoten unter der Haut: Die vergrößerten Fettzellen fühlen sich wie kleine Knoten unter der Haut an. Die gesamte Hautstruktur ist rau und uneben.
  3. Druckempfindlichkeit: Wenn tatsächlich ein Lipödem an den Armen vorliegt, dann spüren die Betroffenen oftmals schon bei einem leichten Druck Schmerzen und eine Überempfindlichkeit. Allein das Tragen engerer Kleidung kann schon unangenehm sein.
  4. Fettansammlungen trotz Gewichtsverlust: Ein charakteristisches Merkmal des Lipödems an den Armen ist, dass sie trotz eines Gewichtsverlustes nicht schlanker werden. Die Arme behalten ihren Umfang oder nehmen sogar noch zu.
  5. Eingeschränkte Beweglichkeit: Die Schwellung und das zusätzliche Gewicht schränken die Beweglichkeit der Arme ein. Alltagsaufgaben wie das Anziehen, das Tragen einer Tasche, Heben oder Greifen werden im fortgeschrittenen Stadium zur Herausforderung.
  6. Neigung zu blauen Flecken: Schon kleine Stöße fühlen bei einem Lipödem schnell zu blauen Flecken. Diese brauchen für die Heilung auch länger als üblich.

Bei all diesen Anzeichen für Lipödem-Arme sollte immer ein Arzt konsultiert werden. Dieser kann dann eine Diagnose stellen und Tipps geben für die bestmögliche Behandlung.

 

Das Lipödem betrifft meistens Arme und Beine

Die Symptome eines Lipödems treten bei den Betroffenen häufig zunächst im Bereich der Hüfte und der Oberschenkel auf. Ist die Diagnose bereits gestellt, dann sind die Betroffenen dafür sensibilisiert, wenn sich auch an den Armen Veränderungen zeigen. Etwa in der gleichen Häufigkeit sind aber Arme und Beine zeitgleich von der Fettverteilungsstörung betroffen. Selten tritt das Lipödem nur an den Armen auf.

So funktioniert der Lipödem-Kneiftest

Arme, Beine oder Hüften: Das Lipödem kann an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten. Wenn Du an Dir selbst Anzeichen für Lipödem-Arme feststellst, dann kannst Du den Kneiftest an Dir durchführen. Dazu kneifst Du Dir leicht in die betroffenen Stellen an Deinem Oberarm. Wenn schon bei einem leichten Druck unverhältnismäßige Schmerzen auftreten, dann liegt der Verdacht nahe, dass Du an einem Lipödem leidest.

Im Unterschied zu Adipositas spürst Du die Schmerzen bei einem Lipödem vorrangig an den Außenseiten der Arme und Beine. Die vermehrten und vergrößerten Fettzellen drücken in diesem Bereich besonders auf die empfindlichen Nervenfasern. Die Schmerztoleranz ist dadurch deutlich geringer und schon bei leichtem Druck entsteht ein deutlicher Schmerz.

 

Das Lipödem tritt in verschiedenen Stadien auf

Welche Symptome und Beschwerden Du verspürst, hängt vom jeweiligen Stadium der Erkrankung ab. Insgesamt unterscheidet man zwischen vier verschiedenen Lipödem-Stadien.

  1. Stadium:
    Im Stadium I zeigen sich nur kleine verdickte Bereiche an den Oberarmen mit Lipödem. Das darunterliegende Gewebe ist von sehr feinen Knoten übersät und durchgehend weich.
  2. Stadium:
    Hat das Lipödem an den Armen das II Stadium erreicht, dann sind schon deutliche Unebenheiten und tastbare Knoten unter der Haut vorhanden. Experten sprechen von einer sogenannten "Matratzenhaut", die noch deutlicher als die Orangenhaut hervortritt.
  3. Stadium
    In Stadium III bilden sich Fettlappen an den Armen, die bis zum Handgelenk reichen. Die Betroffenen sind jetzt schon deutlich eingeschränkt in ihrer Beweglichkeit. Das Unterhautfettgewebe ist hierbei besonders hart und empfindlich gegenüber Berührungen.
  4. Stadium
    Wenn das Stadium IV der Erkrankung erreicht ist, dann ist die Funktion des Lymphsystems bereits erheblich beeinträchtigt. Es kommt vermehrt zu Wassereinlagerungen und die Schwellungen im Bereich der Arme nehmen deutlich zu.

Die Schmerzen und Spannungsgefühle treten unabhängig vom Stadium der Erkrankung auf. Bereits im Anfangsstadium kann die Haut anfälliger werden, für Blutergüsse und sich unnatürlich kalt anfühlen.

 

Lipödem-Schübe durch hormonelle Veränderungen

Häufig spüren die Betroffenen regelrechte Schübe der Erkrankung, bei denen die Symptome sich plötzlich deutlich verstärken. Meistens werden diese Lipödem-Schübe durch hormonelle Veränderungen verursacht, wie sie in der Pubertät, während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren vorkommen. Daneben können aber auch übermäßiger Stress oder psychische Probleme eine Ursache für eine Verschlimmerung der Beschwerden sein.

 

Lipödem-Arme: Behandlung auf konventionelle Art

Leider ist ein Lipödem nicht heilbar. Daher besteht die Behandlung im Wesentlichen darin, die Symptome zu lindern und die Schwellungen zu reduzieren. Man spricht von einer ganzheitlichen Entstauungstherapie, die sich aus verschiedenen Maßnahmen zusammensetzt. Es gibt verschiedene Behandlungsansätze, mit denen einerseits die Symptome gelindert und auf der anderen Seite das Fortschreiten verhindert werden soll. Konventionell wird ein Lipödem am Unterarm bzw. ein Lipödem an den Oberarmen entweder durch eine manuelle Lymphdrainage oder durch eine Fettabsaugung behandelt.

 

Lipödem-Arme: OP kann akute Beschwerden lindern

Ein Lipödem an den Armen kann durch eine Operation verbessert werden. Bei diesem Eingriff werden die überschüssigen Fettzellen durch eine Absaugung entfernt. Diese wachsen auch nicht wieder nach, denn die Anzahl der Fettzellen ist genetisch festgelegt. Abgesaugte Fettzellen können sich nicht wieder neu bilden. Das Ziel der sogenannten Liposuktion ist es, die Beschwerden zu lindern und gleichzeitig das ästhetische Erscheinungsbild zu verbessern. Meistens raten Ärzte zu diesem chirurgischen Eingriff, wenn sich die Lipödem-Arme schon in einem fortgeschrittenen Stadium befinden.

Wenn Du Deine Lipödem-Arme durch eine OP behandeln lassen möchtest, werden die Kosten unter Umständen von der Krankenkasse getragen. Es gibt regelmäßig neue Urteile in der Frage, ob es sich bei diesem Eingriff um einen individuellen Heilversuch handelt. Die Krankenkasse zahlt immer dann, wenn der Eingriff nicht unter ästhetischen Gesichtspunkten durchgeführt wird, sondern um den allgemeinen Gesundheitszustand der Patienten zu verbessern. Die Kassen definieren genaue Anforderungen, ab wann eine Kostenübernahme erfolgt. In der Regel hast Du bei einem Lipödem an den Armen, das sich bereits im dritten Stadium befindet, gute Chancen auf eine Zusage Deiner Krankenkasse.

 

Manuelle Lymphdrainage an den Armen kann Beschwerden lindern

Die typischen Schmerzen entstehen durch die Wasserablagerungen und die überdurchschnittlich großen Fettzellen, die auf das empfindliche Nervengewebe drücken. Durch eine manuelle Lymphdrainage soll der Lymphfluss verbessert und körpereigene Wassereinlagerungen abgetragen werden. Der Therapeut führt hierzu sanfte Druck- und Zugbewegungen aus, die Dir das Spannungsgefühl nehmen und damit auch Schmerzen lindern können.

Die manuelle Lymphdrainage wird in aller Regel immer kombiniert mit einer Kompressionsbehandlung. Kompressionskleidung wie die Wunderhose aus unserem Shop übt einen dezenten, aber wirksamen Druck auf das Gewebe aus. Dadurch kann weniger Flüssigkeit ins Gewebe gelangen und der Abfluss der Lymphe sowie die Mikrozirkulation werden verbessert. In der Wunderhose sorgen innen liegende Noppen dafür, dass sich bei jeder Bewegung das Gewebe gegeneinander verschiebt. Da das Lipödem meistens nicht nur an den Armen, sondern auch an den Beinen auftritt, ist eine Kombination aus Lymphdrainage und Kompressionskleidung besonders effektiv.

 

Lipödem-Arme: Vorher-Nachher Ergebnisse machen Patientinnen Hoffnung

Auf den Seiten der behandelnden Ärzte und Kliniken kannst Du Dir verschiedene Vorher-Nachher-Bilder ansehen und einen Eindruck von dem Ergebnis bekommen. Durch einen chirurgischen Eingriff ist allein optisch eine merkliche Verbesserung erkennbar. Begleitend dazu sollten die Betroffenen aber weiterhin Kompressionskleidung tragen, um eine weitere Verschlechterung zu verhindern.

Ich biete meinen Kundinnen mit Lipödem eine eigene Kollektion an Kompressionskleidung an, die sich wesentlich von herkömmlichen Produkten unterscheidet. Die Kleidung lässt sich leicht anziehen, hat einen Shape-Effekt für eine tolle Silhouette und fühlt sich sehr angenehm an auf der Haut.

 

Kann man Lipödem-Arme selbst behandeln?

Je nachdem, wie stark Deine Beschwerden sind und in welchem Stadium Du Dich befindest, kannst Du selbst auch etwas zur Linderung Deiner Beschwerden beitragen. Neben der Operation und der Lymphdrainage gibt es weitere Möglichkeiten, das Schweregefühl, die Druckempfindlichkeit und die Schmerzen, die durch das Lipödem an den Armen verursacht werden, zu lindern.

 

Sport und gesunde Ernährung gegen die Fettverteilungsstörung an den Armen

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und magerem Eiweiß eignet sich hervorragend für die Gewichtskontrolle. Du solltest es nach Möglichkeit vermeiden, an Gewicht zuzunehmen, weil jedes weitere Gramm Fett die Symptome des Lipödems verschlimmern kann und zusätzlichen Druck auf das Gewebe ausübt. Außerdem reduziert eine gesunde Ernährung das Risiko von Entzündungen im Körper.

Achte auf ausreichend Bewegung. Für die morgendliche Joggingrunde oder Deinen Besuch im Fitnessstudio empfehle ich Dir meine Kompressions-Leggings. Die Hose ist aus einem dreidimensionalen Wellengewebe gefertigt, das die Mikrozirkulation anregt und dadurch vor übermäßigen Wassereinlagerungen schützt. Gleichzeitig ist das Material atmungsaktiv, sodass keine unangenehmen Gerüche entstehen. Diese Leggings kannst Du auch unterstützend im Alltag tragen.

 

Atem- und Entspannungsübungen zur Stressreduktion

Übermäßiger Stress und Ruhelosigkeit in unserem Alltag sind an vielen Erkrankungen beteiligt. Wenn Du an einem Lipödem an den Armen leidest, solltest Du in besonderem Maße darauf achten, Dir ausreichend Ruhephasen zu gönnen. Das Lipödem ist eine Belastung für Deinen Körper und Deine Seele. Regelmäßige Atem- und Entspannungsübungen können Dir helfen, die mit dieser Erkrankung einhergehende Belastung zu reduzieren.

Bestimmte Entspannungsübungen wie die progressive Muskelentspannung oder Atemtechniken fördern die Durchblutung und können dabei helfen, die Symptome des Lipödems zu lindern. Stress schwächt nachweislich das Immunsystem. Indem Du ihn nach Möglichkeit vermeidest, gibst Du Deinem Körper die nötige Kraft, mit der Erkrankung umzugehen. Nimm Dir Zeit für Dich und achte darauf, Dir selbst etwas Gutes zu tun.

 

Der Wunder-Armstrumpf mit Kompression für mehr Bewegungsfreiheit im Alltag

Für meine Kundinnen, die unter Lipödem-Armen leiden, habe ich speziell den Wunder Armstrumpf mit Schulterteil entwickelt. Innen sind Noppen angebracht, die die Unterhaut und damit auch den Lymphfluss in den Lymphgefäßen anregen. Der Armstrumpf unterstützt damit die Drainage und wirkt so den Problemen der Lymphödem-Arme auf sanfte Weise entgegen.

Viele Kundinnen tragen den Armstrumpf auch gerne nach einer Fettabsaugung an den Armen. Er bietet dem empfindlichen Gewebe Halt und kann durch leichte Kompression die Beschwerden lindern. Du kannst den Armstrumpf ganz unsichtbar unter Deiner Kleidung tragen. Er zeichnet sich selbst unter einer engen Bluse oder einem Shirt nicht ab und ist sogar atmungsaktiv.

 

Fazit: Lipödem-Arme – was tun und welche Methoden helfen wirklich?

Das Lipödem ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die Dich in Deinem Alltag und allen Bereichen des Lebens erheblich einschränken kann. Umso wichtiger ist es, dass Du gezielt etwas gegen die Beschwerden tust, damit Du Deine Lebensqualität und Deine Lebensfreude behältst. Leider gibt es bis heute keine Möglichkeit, das Lipödem zu heilen. Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung und viel Bewegung verbesserst Du aber den Lymphfluss in Deinem Körper und kannst dazu beitragen, dass weniger Wasseransammlungen entstehen. Regelmäßige Lymphdrainagen verschaffen Dir zusätzliche Linderung bei Deinen Beschwerden. Bei einem weit fortgeschrittenen Stadium hilft oftmals nur noch ein chirurgischer Eingriff. Während der Liposuktion werden die übermäßigen und vergrößerten Fettzellen dauerhaft entfernt, die Arme werden schlanker und Du bekommst Deine Beweglichkeit wieder zurück.

Kombiniert werden sollten all diese Maßnahmen immer mit der Kompression. Spezielle Kompressionskleidung übt einen sanften Druck auf das Gewebe aus und verhindert so, dass sich neue Flüssigkeitsansammlungen unter der Haut bilden. Ich habe eine eigene Kollektion für meine Kundinnen und Kunden entwickelt, die unter einem Lipödem leiden. Bewährt haben sich dabei vor allem die innen-liegenden Noppen, durch die das Gewebe sanft gegeneinander verschoben wird. Die sanfte Massage fühlt sich sehr angenehm an und sorgt für eine dauerhafte Linderung Deiner Beschwerden.


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