Unterschied Lipödem & Lymphödem: Worin besteht er?

Disclaimer: Die Inhalte dieses Blogs werden sorgfältig geprüft, aber dienen allgemeinen Lifestyle-Tipps und gesundheitlicher Unterstützung und ersetzen nicht den Besuch bei einem Arzt, Heilpraktiker oder Ökotrophologen. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden stets qualifiziertes Fachpersonal. Die Nutzung der Informationen erfolgt auf eigene Verantwortung. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden oder gesundheitliche Probleme durch die Anwendung der hier dargestellten Inhalte.

Geschwollene, schwere Beine, Schmerzen bei längerem Stehen und einfache Bewegungen fallen zunehmend schwer: Diese Symptome können gerade im Anfangsstadium sowohl auf ein Lipödem als auch auf ein Lymphödem hinweisen. Beide Krankheiten treten fast ausschließlich bei Frauen auf und zeigen ihre Symptome hauptsächlich im Bereich der Beine und Füße. Dennoch handelt es sich nicht um ein und dieselbe Erkrankung, sondern um zwei verschiedene Störungen, die auf jeweils andere Ursachen zurückzuführen sind. Aber worin genau besteht der Unterschied zwischen Lipödemen und Lymphödemen und was verschafft wirklich Linderung?

 

Ist Lipödem und Lymphödem das Gleiche?

Obwohl sie häufig miteinander verwechselt werden, gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen Lipödem und Lymphödem. Bei einem Lipödem handelt es sich um eine Fettverteilungsstörung im Körper, die sowohl die Beine als auch die Arme und die Hüften betreffen kann. Das Lymphödem dagegen ist eine Störung des Lymphsystems, bei der sich mehr Wasser im Körper ablagert, als abtransportiert werden kann. In beiden Fällen leiden die Patientinnen sowohl körperlich als auch seelisch unter der Erkrankung.

Beide Erkrankungen werden oft erst spät erkannt, weil sie leicht mit einem Übergewicht verwechselt werden. Der entscheidende Unterschied zwischen einem Lip- und Lymphödem und der Adipositas besteht aber darin, dass der Körper bei einem klassischen Übergewicht im Gesamten zunimmt, während sich die Lipödem- und Lymphödem-Symptome hauptsächlich im Bereich des Unterkörpers zeigen, der überproportional zum Oberkörper an Umfang zunimmt.

 

Was ist ein Lipödem?

Ein Lipödem ist eine chronische Erkrankung des Fettgewebes, bei der sich Fettzellen ungleichmäßig in bestimmten Körperbereichen ansammeln. Betroffen sind meistens Hüften, Oberschenkel, Knie und Unterschenkel. Es gibt verschiedene Stadien, in denen das Lipödem verläuft. Zunächst verdickt sich das Unterhautfettgewebe gleichmäßig an den Oberschenkeln. Ein deutliches Anzeichen für ein Lipödem ist dann eine zunehmend unebene Hautoberfläche und eine knotige Fettstruktur. Im weit fortgeschrittenen Stadium nehmen die Ober- und teils auch die Unterschenkel deutlich an Umfang zu. Es entsteht ein andauerndes Druck- und Schweregefühl, verbunden mit starken Schmerzen und einer eingeschränkten Beweglichkeit.

 

Das sind die Ursachen und Symptome des Lipödems

Die genauen Ursachen des Lipödems sind bis heute noch nicht erforscht. Es gibt aber einige Faktoren, die nachweislich an der Entstehung und dem Fortschreiten der Krankheit beteiligt sind. Die genetische Veranlagung spielt dabei eine wichtige Rolle, da das Lipödem bei den Frauen innerhalb einer Familie gehäuft auftritt. Außerdem spielen auch hormonelle Veränderungen eine Rolle. In der Pubertät, der Schwangerschaft oder der Menopause kommt es bei vielen Frauen entweder zu einem Ausbruch oder einer schubweisen Verschlimmerung der Symptomatik.

 

Ob Du an einem Lipödem leidest, erkennst Du an folgenden Symptomen:

  • Ungleichmäßige Ansammlung von Fettgewebe im Bereich des Unterkörpers
  • Hohe Schmerz- und Berührungsempfindlichkeit an den betroffenen Stellen
  • Schwellungen nach längerem Sitzen oder Stehen
  • Neigung zu Blutergüssen
  • Knotige und ungleichmäßige Hautstruktur
  • Anhaltendes Schweregefühl in den Beinen

Das Lipödem tritt immer in beiden Körperhälften gleichzeitig auf und betrifft niemals nur einen Arm oder ein Bein. Bei einigen Frauen sind allerdings nur die Oberschenkel betroffen, während andere zusätzlich an den Unterschenkeln, den Füßen und auch den Armen Beschwerden haben.

 

Ist ein Lipödem heilbar?

Da die Ursachen des Lipödems nicht genau bekannt sind, gibt es bislang auch keine Heilung. Das bedeutet allerdings nicht, dass Du dauerhaft mit Deinen Beschwerden leben musst. Es gibt heute schon gute Behandlungsmöglichkeiten, mit denen Du Deine Lebensfreude zurückgewinnst und Deine Schmerzen und Beschwerden lindern kannst. Um Betroffenen im Alltag Unterstützung zu bieten, habe ich die Wunderhose entwickelt. Frauen mit einem Lipödem bekommen durch diese Kompressionshose Unterstützung in ihrem Alltag, beim Sport oder während der Arbeit.

 

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für das Lipödem?

Die Behandlung des Lipödems konzentriert sich darauf, die Symptome zu lindern. Es gibt drei verschiedene Behandlungsansätze, die meistens miteinander kombiniert werden.

  1. Fettabsaugung
    Ein Unterschied zwischen Lipödem und Lymphödem liegt in der Behandlung. Bei einem Lipödem kann nämlich ein chirurgischer Eingriff helfen. Dabei werden die vergrößerten Fettzellen dauerhaft aus dem Gewebe entfernt und wachsen an diesen Stellen auch nicht wieder nach.
  2. Manuelle Lymphdrainage
    Die manuelle Lymphdrainage ist eine spezielle Massagetechnik, bei der die Lymphflüssigkeit aus den betroffenen Körperbereichen abgeleitet werden soll. Gezielte Massagetechniken lösen die angestaute Flüssigkeit, verbessern die Lymphzirkulation und reduzieren so Schwellungen.
  3. Kompression
    Indem Druck auf die betroffenen Bereiche des Körpers ausgeübt wird, kann ebenfalls der Lymphfluss und die Blutzirkulation verbessert werden. Gewebsflüssigkeit und Giftstoffe werden schneller und effektiver abtransportiert. Außerdem kann sich nicht so schnell neue Flüssigkeit ansammeln.

Unterstützend helfen zudem eine gesunde Ernährung und viel Sport dabei, die Symptome dauerhaft zu lindern und die Lebensfreude zurückzugewinnen.

 

Was ist ein Lymphödem?

Im Unterschied zum Lipödem sind Lymphödeme eine Erkrankung, die durch eine Ansammlung von Lymphflüssigkeit verursacht wird, die bei gesunden Menschen durch das Lymphsystem abtransportiert wird. Das Lymphsystem ist ein Teil des Immunsystems, das aus Lymphgefäßen, Lymphknoten und dem Lymphgewebe besteht. Wenn das Lymphsystem nicht ordnungsgemäß funktioniert, dann sammelt sich die Lymphflüssigkeit im Gewebe an und lässt es anschwellen. Genau dieser Zustand wird als Lymphödem bezeichnet.

 

Diese Ursachen und Symptome sind vom Lymphödem bekannt

Ein weiterer Unterschied zwischen Lipödem und Lymphödem besteht darin, dass die Ursachen des Lymphödems relativ genau erforscht sind. Besonders häufig tritt die Störung des Lymphflusses nach einer Krebs- und Strahlentherapie auf. Müssen im Rahmen einer Krebstherapie Lymphknoten entfernt werden, dann kann dies ebenfalls die Entstehung eines Lymphödems begünstigen. Eher selten kommen auch angeborene Anomalien des Lymphsystems als Ursache infrage.

 

Typische Symptome des Lymphödems sind:

  • Schwellungen im Bereich der Beine und Hüften
  • Schwere,- und Spannungsgefühle
  • Wiederkehrende Infektionen der Haut und des Unterhautgewebes
  • Zellulitis in den betroffenen Regionen
  • Bewegungseinschränkungen und Schmerzen
  • Teilweise Missempfindungen und Taubheitsgefühle

Man unterscheidet auch bei einem Lymphödem verschiedene Schweregrade und Stadien.

 

Ist ein Lymphödem heilbar?

Ein Lymphödem ist derzeit nicht heilbar. Es handelt sich um eine chronische Krankheit, bei der sich die Symptome mit der Zeit meistens weiter verstärken. Darin besteht leider kein Unterschied zwischen Lipödemen und Lymphödemen. Allerdings können die Symptome mit einer angemessenen Behandlung kontrolliert und verbessert werden. Das Ziel der Behandlung besteht darin, die Schwellungen zu reduzieren, die Beschwerden zu lindern und den Alltag wieder mit mehr Leichtigkeit zu gestalten.

 

Das sind die Behandlungsmöglichkeiten des Lymphödems

Im Unterschied zum Lipödem können Lymphödeme nicht durch einen chirurgischen Eingriff verbessert werden. Daher fokussiert sich die Behandlung auf eine ganzheitliche Entstauungstherapie mit Lymphdrainagen und dem Tragen von Kompressionskleidung. Auch wenn Du unter einem Lymphödem leidest, kann Dir meine Wunderhose eine echte Hilfe sein. Viele meiner Kundinnen, die unter einem Lymphödem leiden, tragen diese Hose mittlerweile dauerhaft. Sie wirkt und sitzt jahrelang und hat schon abertausende betroffene Frauen wieder glücklich gemacht. Auch Patientinnen mit einem Lymphödem sollten darüber hinaus auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung setzen und sich ausreichend bewegen und Sport treiben.

 

Wie kann man Lipödem und Lymphödem voneinander unterscheiden?

Auch wenn die Symptome für die betroffenen Frauen auf den ersten Blick sehr ähnlich sind, gibt es auch im Beschwerdebild einen erheblichen Unterschied zwischen Lipödemen und Lymphödemen. Während das Lipödem immer symmetrisch am Körper auftritt, kann bei einem Lymphödem beispielsweise nur ein Arm oder ein Bein betroffen sein. Bei einem Lymphödem sind leichte Berührungen nicht schmerzhaft, während bereits ein dezenter Druck auf den Oberschenkel bei der Fettverteilungsstörung als äußerst schmerzhaft wahrgenommen wird.

Im Unterschied zum Lipödem ist die Haut beim Lymphödem glatt und zeigt nicht so ausgeprägte Dellen. Zudem kommt es beim Lymphödem nicht so schnell zu blauen Flecken. Dafür ist die Haut der Patientinnen, die unter einem Lymphödem leiden, anfälliger für Entzündungen und Wundrosen.

So funktioniert der Daumentest

Der Daumentest ist eine Möglichkeit, um schnell den Unterschied zwischen dem Lipödem und dem Lymphödem festzustellen und einen Hinweis zu bekommen, unter welcher Erkrankung Du möglicherweise leidest. Dazu drückst Du mit dem Daumen in das betroffene Gewebe, zum Beispiel im Oberschenkel. Bleibt jetzt eine Vertiefung zurück, die lange für die Rückbildung benötigt, ist dies ein deutliches Zeichen für das Lymphödem. Verspürst Du dagegen Schmerzen, ohne dass der Abdruck bleibt, handelt es sich vermutlich um ein Lipödem.

Das Stemmersche Zeichen zur Erkennung des Lymphödems

Ein weiterer Test, den Du an Dir selbst durchführen kannst, um den Unterschied zwischen Lipödem und Lymphödem festzustellen, ist das sogenannte Stemmersche Zeichen. Bei einem Lymphödem verdickt sich die Haut oberhalb der Zehengelenke. Nimm für diesen Test die Haut am Ansatz der zweiten Zehe zwischen Deine Daumen. Lässt sich die Haut nicht abheben, dann ist das Stemmersche Zeichen positiv und Du leidest mit hoher Wahrscheinlichkeit unter dem Lymphödem.

 

Kann man Lipödem & Lymphödem gleichzeitig haben?

Nicht bei allen Patientinnen lässt sich ein klarer Unterschied zwischen Lipödem und Lymphödem feststellen. Oftmals kann bei einem Lipödem auch ein sogenanntes sekundäres Lymphödem auftreten, wenn die Fettverteilungsstörung zu lange unerkannt und unbehandelt war. Es wird in diesem Fall von einem Lipo-Lymph-Ödem gesprochen. Manchmal treten ein Lipödem und ein Lymphödem auch vollkommen unabhängig voneinander auf und die Symptome verstärken einander.

 

Was ist schlimmer: Lipödem oder Lymphödem?

So groß der Unterschied zwischen Lipödem und Lymphödem in Bezug auf die Ursachen und die Entstehung auch sein mag: In beiden Fällen ist Dein Alltag von der Erkrankung geprägt. Im fortgeschrittenen Stadium beider Diagnosen ist Deine Beweglichkeit eingeschränkt und Du verspürst dauerhaft Schmerzen. Außerdem gibt es in beiden Fällen keine Heilung, aber gute Möglichkeiten, Dir in Deinem Alltag Linderung zu verschaffen.

Meine Kompressionskleidung hilft sowohl Frauen mit Lipödem als auch bei Lymphödemen. Da bei beiden Erkrankungen der Lymphfluss gestört ist, wirkt Kompression diesem Problem entgegen. Die Lymhdrainage wird angeregt und dadurch kann ein schmerzhafter Lymphstau verhindert werden. Das Tragen der Kompressionskleidung sollte immer Teil der Behandlung der Erkrankungen sein.

 

VeraMeyer bietet eine Kollektion für Frauen mit Lipödem und Lymphödem

Beim Tragen meiner Kompressionskleidung macht es keinen Unterschied, ob Lipödem oder Lymphödem, und das Herz meiner Kollektion ist meine Wunderhose. Daneben findest Du aber auch einen Kompressions-Armversorgung, der Dir hilft, wenn Du auch an den Armen unter Schwellungen leidest. Kompressions-BHs tragen sich wunderbar angenehm und geben Deiner Oberweite den perfekten Halt. Meine Shape Jeans und Leggings dagegen zaubern Dir eine tolle Silhouette.

 

Was ist das besondere der VeraMeyer Kompressionskleidung?

Wie gesagt, macht es bei meiner Wunderhose keinen Unterschied, ob bei Dir ein Lipödem oder ein Lymphödem diagnostiziert wurde. Das Geheimnis liegt in den Noppen an der Innenseite des Materials, die bei jeder Bewegung für eine Verschiebung des Gewebes sorgen. Durch diese sanfte Massage werden die Lymphbahnen aktiviert und dadurch die typischen Schwellungen reduziert. Die Hose ist so gearbeitet, dass sie einen sanften Druck auf Dein Gewebe ausübt, ohne Dich dabei zu sehr einzuengen.

Dadurch lässt sich die Hose im Gegensatz zu klassischer Kompressionskleidung ganz leicht an- und ausziehen. Außerdem ist das Material atmungsaktiv und verhindert dadurch einen Hitzestau unter Deiner Kleidung. Die Hose gibt es in ganz unterschiedlichen tollen Designs. Du kannst sie hervorragend mit Deiner Alltagskleidung kombinieren.

 

Fazit: Das ist der Unterschied zwischen Lipödem und Lymphödem

Während es sich bei einem Lipödem um eine Verteilungsstörung der Fettzellen handelt, liegt die Ursache des Lymphödems in einer Störung des Lymphsystems im Körper. Beide Erkrankungen verursachen ähnliche Symptome bei den betroffenen Frauen, die den Alltag und die Lebensfreude erheblich einschränken. Sowohl beim Lipödem als auch beim Lymphödem verschafft das Tragen von Kompressionskleidung dauerhaft eine Linderung der Beschwerden.

Als Betroffene habe ich eine spezielle Kompressionskleidung entwickelt, die nicht auf maximale Druckausübung auf das Gewebe setzt, sondern auf eine schonende Massage durch die innenliegenden Noppen. Dadurch wird die Lymphdrainage angeregt und Du bekommst nicht nur funktionelle Kleidung, sondern eine Hose in tollen Designs, die Du sowohl im Alltag als auch beim Sport tragen kannst. 


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